Paul Flora ǀ Aus den Memoiren eines Mittelschülers

Erzählung, Prosa

 

Ein einzigartiges Fundstück aus dem Nachlass des großen Zeichners und kritischen Zeitgenossen.

In knapp 50, mit eigenen Zeichnungen illustrierten Textminiaturen beschreibt der 18-jährige Paul Flora witzig und äußerst respektlos den Alltag und den 1940 herrschenden Zeitgeist an seinem Gymnasium in Innsbruck: Er schildert den introvertierten Typus eines Direktors, die unterschiedlichen Charaktere der Lehrer sowie alltägliche Szenen: vom Zuspätkommen übers Schwänzen und den Schulausflug bis zur Prüfungssituation.
Flora zeigt neben seiner zeichnerischen Begabung bereits jenes große Formuliertalent, wie wir es aus späteren Texten und Veröffentlichungen kennen: pointiert, ironisch bis sarkastisch, immer die Situation auf den Punkt bringend. Seine unverblümten „Memoiren“ erscheinen in einer kommentierten bibliophilen Ausgabe und enthalten Faksimiles des Originals sowie Jugendfotos.

 

Mit Beiträgen von Roland Sila und Helena Pereña
In Zusammenarbeit mit der Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, Innsbruck, gebunden, mit Faksimiles und zahlreichen Farbabb.

 

Paul Flora, geboren 1922 in Südtirol, verstorben 2009 in Innsbruck, war Zeichner, Karikaturist, Grafiker und Illustrator.  Er studierte von 1942 bis 1944 an der Akademie der Bildenden Künste München. 1944 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen, kehrte 1945 nach kurzer amerikanischer Gefangenschaft wieder nach Tirol zurück und war dann als freischaffender Künstler in Innsbruck tätig. Flora arbeitete für Zeitungen und Zeitschriften – von 1957 bis 1971 lieferte er wöchentlich Zeichnungen an Die Zeit –, 1966 nahm er an der Biennale in Venedig teil.

 

Paul Flora: Aus den Memoiren eines Mittelschülers
Folio Verlag, 2019